Glent

Whisky, den man nicht einfach kauft. Sondern entdeckt.

Ja, immer wieder was Neues 😉 In Zukunft werden wir euch immer einen Whisky der Woche vorstellen. Nicht als Sample, eine komplette Flasche. Diese wird es dann zu einem Super Angebotspreis geben. Streng limitierte Anzahl von Flaschen, streng limitierter Zeitraum. Den Whisky der Woche findet ihr auf unserer Homepage in der entsprechenden Menü Kategorie “Whisky der Woche”.

Bei der limitierten Anzahl ist es auf jeden Fall empfehlenswert, sich bei unserem Newsletter und/oder unserer Facebook Gruppe anzumelden. Dann bekommt ihr sofort mit, wenn ein neuer Whisky eingestellt wurde:

Anmeldung zum Newsletter

Wee a Wee Facebook Gruppe

Grain Whisky. Manch einer rümpft die Nase und meint, dass wäre ja kein richtiger Whisky. Wer sich länger mit der Materie “Whisky” beschäftigt hat, würde solche Behauptungen niemals aufstellen. Sind Grains nicht eigentlich sogar eine der ursprünglichsten Whisky Arten. Anfangs hatte sich kein Schotte über die Getreideart Gedanken gemacht. Es wurde gebrannt was da war, oft genug Weizen.

Malt vs Grain Whisky

Damit wären wir auch beim Hauptunterschied von Malt und Grain Whisky: Beim Malt Whisky haben wir es mit Gerste zu tun, bei Grain mit allen möglichen Getreidesorten wie Mais, Hafer, Roggen, Weizen. Heutzutage wird meist Weizen verwendet. Ein weiterer Unterscheid ist das Brennverfahren. Bei Malts kommen ausschließlich die uns so gut bekannten pot stills zum Einsatz. Beim Grain werden die kontinuierlichen Säulendestillationsanlagen (coffey still) verwendet. Die Destillation erfolgt hier einer Art Brennsäule, die ohne Unterbrechung ein Destillat mit einem hohen Alkoholanteil produziert.

Eine sehr effektive und auch kostengünstigere Methode um Whisky herzustellen. Entsprechend ist der größte Anteil an den allgemein bekannten Blends Grain Whisky.

Single Grain Whiskys

Früher wurden Grains meist von recht unbekannten Destillen produziert. Meist ging der komplette Ausstoss in die Blend Produktion. Das Bild hat sich mittlerweile gewandelt. Voller Stolz und das zu Recht, kommen heutzutage öfters Einzelfassabfüllungen, Single Grains, auf den Markt. Wie beim Single Malt, bedeutet Single Grain “aus einer Destille”. Ebenso muss auch der Grain Whisky für drei Jahre und einen Tag im Fass lagern, um sich als Whisky bezeichnen zu dürfen.

Und der Geschmack?

Vielfältig, genau wie beim Single Malt. Allerdings kann man generell sagen, dass Grains bedingt durch das Brennverfahren leichter im Körper und Geschmack sind. Einflussfaktoren gibt es natürlich viele und beim Grain noch mit einer Besonderheit: die Mischung des Getreides.

Fazit

Probieren, probieren, probieren! Und gerade wer ältere Whiskys gerne mal versuchen möchte, ist bei den Grains sicherlich kostengünstiger dabei als bei einem Malt Whisky. Weiterhin eignet sich der Grain durch seine Leichtigkeit sehr gut, um Anfänger an die Materie Whisky heranzuführen.

Bekannte Grains / Destillen

 

Single Grain Whisky Samples bei uns im Shop

Wir haben einen Newsletter natürlich. Aber wir wollen euch ja nicht jeden Tag zwanzig Mails schicken – nur dann, wenn es tatsächlich etwas Neues zu berichten gibt.

Aus diesem Grund haben wir eine Facebook Gruppe ins Leben gerufen: Wee a Wee – Whisky Samples, Flaschenteilungen (by weeawee.de)

Man ist noch direkter am Geschehen dabei. Welche Whisky Flaschenteilungen stehen in der Pipeline? Welche Whiskys wollt ihr unbedingt mal kosten? Und natürlich über alles diskutieren, was in unserer Whisky Welt so vor sich geht.

P.S.: der Newsletter lohnt sich natürlich auf jeden Fall. So bekommt ihr Neuerscheinungen zuerst mit und wir verschicken den Newsletter wirklich nur, wenn es etwas zu berichten gibt, versprochen! Hier zur Anmeldung.

Was geht uns immer das Herz auf. Die Fähre von Kennacraig biegt in den Islay Sound ein und man erspäht die Caol Ila Destille. Die Schönheit des Gebäudes lieht im Auge des Betrachters. Ein äußerst funktionaler Bau, der in den 1970ern neu errichtet wurde. Bestehen tut die Destille seit 1846 und wurde von Hector Henderson gegründet.

Erwähnt wurde Sie bereits in dem hervorragendem Buch “The Whisky Distilleries of the United Kingdom” von Alfred Barnard, veröffentlicht 1887. Barnard nähert sich in seinem Buch von der Inselseite der Destille:

Die Paps of Jura von Caol Ila aus gesehenEver since our residence upon the island we had been longing for a nearer view of the famous “Paps of Jura,” and here they appeared before us, seeming to rise straight out of the sea, their base washed by the waters of the sound, which, looking so beautiful and yet so treacherous, rush between the two islands with a frightful rapidity. The Paps are generally enveloped in mist, but on this day their tops were seen distinctly, so bare, simple, and yet grand, in the clear atmosphere.
…
Caol Ila Distillery stands in the wildest and most picturesque locality we have seen. It is situated on the Sound of Islay, on the very verge of the sea, in a deep recess of the mountain, mostly cut out of the solid rock. The coast hereabouts is wild and broken, and detached pieces of rock lie here and there of such size that they form small islands.

Das diese Ausführung aus längst vergangenen Zeit stammt, ist kaum zu glauben. Auch heute könnte man die Umgebung von Caol Ila nicht besser beschreiben.

Form follows function?

Der funktionale Bau aus den 70ern… Anscheinend hat Caol Ila immer schon ein Augenmerk auf Funktionalität gelegt. Auch Barnard beschrieb Caol Ila im 19. Jahrhundert wie folgt: “The Distillery was built in the year 1846, and subsequently much extended and improved, and is arranged in the most modern style and possesses all the newest appliances used in the art of distilling.”

Diese Ausrichtung auf Funktionalität scheint einige Whisky Nerds dazu zu verleiten zu behaupten, dass Caol Ila eine Destille ohne Seele sei. Das möchten wir entschieden verneinen. Sie hat den größten Ausstoss aller Islay Destillen, klar, Caol Ila ist ein wichtiger Bestandteil von Blends wie zum Beispiel Johnnie Walker oder J&B. Aber auch hier arbeitet ein Master Distiller und viele weitere Mitarbeiter daran, den typischen Caol Ila Geschmack zu hegen und zu pflegen. Und das mit dem Stolz, der Liebe und dem Herzblut, den man von schottischen Brennereien gewohnt ist.

Der Geschmack

Der Geschmack: Caol Ila bereichert die Islay Whiskys mit seiner eigenen Note. Leicht rauchig und ein Hauch von Meeresaroma. Und ganz wichtig: die Süße! Man liest oft von Pfirisch-Aromen. Wir sagen aber ganz eindeutig: ein Caol Ila hat in der Nase einen Hubba Bubba Geruch 😉

Caol Ila Samples im Shop

Zum Ende dieser verschneiten Woche haben wir gleich drei außergewöhnliche Whiskys im Angebot:

TOMATIN 28 YEARS OLD, SINGLE CASK RELEASE
Tomatin 28 Jahre alt
Wann hat man mal schon die Gelegenheit so einen alten Whisky zu trinken? Eher selten und an einen Kauf ist bei den Preisen leider kaum zu denken…
Gelagert in einem American Hogshead spielt er alle Vorteile amerikanischer Fässer aus!

Tropische Aromen von Banane kombiniert mit leicht mediterranen Noten wie Lavendel und dann im Abgang: Nuss, Haselnuss.
Ein fantastischer Whisky aus den Highlands, abgefüllt von Gordon & MacPhail.

 

ARDMORE 21 YEARS OLD, SINGLE CASK RELEASE
Ardmore 21 Jahre alt
Noch so ein alter Whisky… Diesmal von Ardmore. American Hogshead. Vanille, Pfirsich und Honig hat das Teil.

Aber was besonders ist: süße, leicht kräutrige Aromen, die tatsächlich an einen guten Riesling Sekt in der Nase erinnern, Hammer!

 

CAOL ILA – „FRENCH SMOKE“
Caol Ila French Smoke Chateau LAfite Finish

Können 6-jährige Caol Ilas etwas? Oh ja, die haben es auch in ihrem jugendlichem Alter schon richtig gut drauf! Gerade wenn hier ein absolutes Top-Finish dazu kommt! Der „French Smoke“ durfte noch eine Weile in einem Château Lafite Fass verbringen – einem der edelsten französischen Weine aus gutem Hause: Rothschild. Ausverkauftes Erstlingswerke der Tastillery als Abfüller.

 

P.S.: Unser BUNNAHABHAIN 9 YEARS OLD – DUNCAN TAYLOR OCTAVE ist aktuell im Angebot!

Regelmäßig unregelmäßig wollen wir euch die Destillen vorstellen, von denen wir Whisky Samples im Angebot haben. Den Anfang macht Kilchoman. Eine Destille, die wir schon öfters besucht haben und deshalb auch eine etwas längere Vorstellung.

Die Kilchoman Destille – eines der ungewöhnlichsten Whisky-Projekte auf Islay der letzten Jahre. Gegründet 2005 als ein echte „Farm Distillery“, genauso, wie früher alle Destillen funktionierten: Die Gerste kommt vom eigenen Hof, gebrannt wird ebenfalls vor Ort.
Landkinder werden sich sofort zu Hause fühlen: es riecht nach Kuhdung, Trecker und Heuballen stehen herum, in den Ställen stehen Rinder. Aber es gibt einen grundlegenden Unterschied zu einem gewöhnlichen Bauernhof. Auf dem Hof stehen unzählige Holzfässer unterschiedlichster Herkunft herum und in den Bauernhofgeruch mischt sich der florale Duft einer Whiskybrennerei. Eine einzigartige Sinneserfahrung, die keine Destille zu bieten hat.

Bei einem Gang durch die Destille begeistert diese mit einem eigenem Charme. Alle Mitarbeiter sind hier mit viel Herzblut und Seele bei der Sache. Im Gegensatz zu den vielen industriellen Mitbewerbern, ist Kilchoman ein Kleinbetrieb. Jeder kennt jeden und vor allem ist die Brennerei inhabergeführt. Neben Edradour, ist Kilchoman eine der kleinsten aktiven schottischen Whisky-Destillerien und das lässt einem trotz der baulichen Erweiterungen alles behaglich und idyllisch vorkommen.

Der Whisky-Liebhaber mag hier sein Glück gefunden haben. Er sollte nicht den Fehler machen, sofort in die nächste Destille weiterzufahren um auf jeden Fall alle Islay Brennereien abhaken zu können. Whisky lebt von seinen geschmacklichen Eindrücken, aber für uns sind es zumindest auch immer visuelle Eindrücke, die wir von jeder Schottland Reise mit nach Hause nehmen. Eine „Farm Distillery“ ist sicherlich allein schon ein ganz spezieller und seltener Eindruck. Die nahe Umgebung bietet aber dem Betrachter noch vieles mehr…

Der Ort Kilchoman

Kilchoman church

© dubhagusgeal

Kilchoman war in früheren Zeiten eine Gemeinde mit 252 Einwohnern im Jahre 1851. Heute besteht der Ort nur noch aus wenigen einzelnen Häusern.

Die aktuelle Szenerie des Orte wird maßgeblich durch seine Kirchenruine bestimmt. Die Kirche ist ein äußerst karges Gebäude. Gottesdienste fanden dort bis 1977 statt. Mittlerweile ist die Ruine nur noch von Krähen bewohnt und bietet eine tolle düstere Atmosphäre. Verstärkt wird der Eindruck durch den jahrhundertealten Friedhof, der sich um die Kirche zieht. Viele Grabsteine sind stark verwittert und wie es sich für einen schottischen Friedhof gehört, steht dort ein 2,57 Meter hohes Keltenkreuz aus dem 14. Jahrhundert.

Weiter zur Machir Bay

Wenige Minuten zu Fuß oder mit dem Auto entfernt, befindet sich die Machir Bay. Kleine Pfade führen durch die mit Schilfgras bewachsene Dünen. Vorbei an Bächen mit dem für Islay so typischen, leicht durch den Torf gebräuntem Wasser. Anschließend befindet man sich am Meer. Ein 2km breiter Sandstrand und ein Grollen, dass man schon aus der Ferne vernommen hat. Starke Strömungen, ein konstanter Wind und entsprechend brachiale Wellen kennzeichnen die Bucht. Bei entsprechend niedrigem Wasserstand, lässt sich im Sand noch ein Wrack erkennen,
Wer in seinem Schottland Urlaub noch nicht gänzlich zur Ruhe gekommen ist, wird hier mit einem Schlag von Gleichmut und Gelassenheit erfasst. Das einzige Verlangen, was einem an diesem wunderschönen Ort noch treibt, ist die Gegenwart einfach zu genießen.

Kilchoman Samples bei uns im Shop

Es tut schon ein wenig in der Seele weh: der Bruichladdich Duplex ist ausverkauft! Bei diesem außergewöhnlichen Single Cask wurde mein Jagdinstinkt geweckt! Zuerst hatte ich den Duplex in der Bar des Bowmore Hotel auf Islay kosten können – über den Preis für den Dram der dort aufgerufen wurde, reden wir nicht… Angeblich wurde diese Einzelfassabfüllung nur Mitarbeitern von Laddie zugänglich gemacht. Nichtsdestotrotz, ich konnte ihn gleich zweimal auftreiben: eine Flasche für den Shop, eine für mich. Bei aller Traurigkeit: wir lieben Bruichladdich und wir schauen immer nach neuen Abfüllungen und ein paar Laddies sind ja aktuell noch verfügbar.  

Wie startet man in das neue Jahr? Richtig: mit einem Shop Launch!

Mit über 16 verschiedenen Whisky Samples gehen wir an den Start. Darunter solche Köstlichkeiten wie Jack Wiebers Pirate Whisky oder aber auch den ersten 12-jährigen Kilchoman der von der Islay Cask Company veröffentlicht wurde. Schaut auch im Shop um und meldet euch gerne an unserem Newsletter an um kein neues Produkt zu verpassen. Flaschenteilungen sind manchmal sehr schnell vorbei!